Karsten Födinger «C30/37; XD1, XF2»

28. Januar – 1. April 2012

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Karsten Födinger, C30/37; XD1, XF2 (Detail), 2012

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Karsten Födinger, C30/37; XD1, XF2 (Detail), 2012

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Karsten Födinger, C30/37; XD1, XF2 (Detail), 2012

Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

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Der Mark Pezinger Verlag zu Gast im Foyer der 
Kunst Halle Sankt Gallen, 2012
Photo: Kunst Halle Sankt Gallen, Gunnar Meier

Eröffnung: Fr, 27. Januar, 18 Uhr
Öffentliche Führungen: Di, 7. Februar, 18 Uhr und So, 1. April, 15 Uhr
Kunst über Mittag: Do, 23. Februar, 12 Uhr


Mit den Ausstellungen «C30/37; XD1, XF2» von Karsten Födinger und «Chronic Listeners» von Amalia Pica will die Kunst Halle Sankt Gallen erneut den Dialog zwischen zwei ganz unterschiedlichen künstlerischen Positionen anregen. Dieses Ausstellungsmodell, das auf Kontraste baut, will neue, fruchtbare Schlüsse für Künstler und Publikum generieren. Während der aus Deutschland stammende Karsten Födinger mit spektakulären architektonischen, beinahe brutalen Interventionen im Raum agiert, vereint die argentinische Künstlerin Amalia Pica auf sehr feinfühlige Art und Weise Poesie mit politischen Inhalten. Beide verweisen so auf die Begrifflichkeit von Strukturen sowohl im physischen als auch im abstrakten Sinne und die damit verbundenen Probleme, seien diese institutioneller oder gesellschaftspolitischer Natur.

Karsten Födingers kryptischer Ausstellungstitel «C30/37; XD1, XF2» ist eine exakte Referenz zum Bau- und Ingenieurwesen: die Formel ist eine Spezifikation und bezeichnet eine bestimmte Festigkeits- und Expositionsklasse von Beton. Im grossen Ausstellungsraum realisiert der Künstler eine monumentale Skulptur in Form einer Schalung, die alle drei Säulen des frühmodernen Skelettbaus (Baujahr 1907) umschliesst und die Dimensionen eines Brückenpfeilers besitzt. Mit seiner Installation stellt Födinger die Statik des Lagerhauses, in dem die Kunst Halle untergebracht ist, in Frage und zeigt die Grenze des Ausstellungsraumes auf. Er realisiert hier ein Kunstwerk minimalistischer Schönheit, das aber das Potential besitzt, den Kollaps des Gebäudes zu verursachen.

Im Foyer der Kunst Halle ist der Mark Pekinger Verlag zu Gast und präsentiert mit einem eigens konzipierten Display seine Publikationen. Der Verlag ist ein nicht kommerzielles Projekt von Karsten Födinger und Thomas Geiger, das sich auf Künstlerbücher konzentriert, die als skulpturale Objekte verstanden werden. Seit seiner Gründung 2009 sind 29 Publikationen erschienen.

Karsten Födinger (*1978, Deutschland) absolvierte sein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, wo er 2008 bis 2009 Meisterschüler von Professor Meuser war. In folgenden Institutionen und Galerien realisierte er u.a. Einzelausstellungen: Palais de Tokyo, Paris (2011); RaebervonStenglin, Zürich und projektraum4, Mannheim (DE) (2009). Gruppenausstellungen, an denen Födinger beteiligt war, fanden u.a. an folgenden Orten statt: SALTS, Birsfelden (CH); Städtische Galerie, Karlsruhe (DE); Temporäre Kunsthalle, Berlin; Galerie Iris Kadel, Karlsruhe (DE); Haus für Kunst Uri (CH) (2010); Hotel Beethoven, Bonn (DE); Villa Merkel, Esslingen (DE); Pension Flora, Mönchengladbach (DE) (2009); BBK Südbaden, Freiburg (DE) und Hauptbahnhof Freiburg (DE) (2004).

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